Rauchmelder – Wissenswertes, Tipps und Tricks

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Ein Brand in der Wohnung oder gar im Eigenheim – das ist der Albtraum vieler Menschen. Leider fordern Hausbrände noch immer pro Jahr noch rund 600 Todesopfer in Deutschland. Diese traurige Statistik zeigt leider oft auch, dass viele dieser Brände verhindert hätten werden können, wenn man einen Rauchmelder in allen Wohnräumen installiert hätte. Dies ist zwar inzwischen gesetzlich vorgeschrieben, aber leider in vielen Haushalten noch immer nicht der Fall. Denn tatsächlich ist häufig nicht das Feuer, sondern der giftige Rauch die Todesursache. Derzeit gilt in 15 von 16 deutschen Bundesländern die Pflicht, im Wohnhaus Rauchmelder zu installieren. Dies soll eine erste wichtige Maßnahme gegen die hohen Opferzahlen sein. Wichtig ist also, sich stets für einen hochwertigen und zuverlässig arbeitenden Rauchmelder zu entscheiden – denn er muss im Ernstfall unverzüglich reagieren. Es ist also dringend davon abzuraten, sich beim Kauf für Sonderangebote und No-Name-Produkte aus Fernost zu entscheiden. Ein guter Rauchmelder sollte stets gängigen Prüfnormen entsprechen, die auch hierzulande gelten. Wir stellen Ihnen nachfolgend vor, worauf es bei der Auswahl zu achten gilt.

Wichtige Zertifizierungen und Prüfsiegel für Rauchmelder im Überblick

Weil es bei Rauchmeldern wichtig ist, dass sie auch nach mehreren Jahren noch voll funktionsfähig sind und bei Gefahr zuverlässig reagieren, sollten diese auch entsprechend hochwertig gefertigt sein. Doch wie funktioniert ein optischer Rauchmelder eigentlich? Grundsätzlich verfügen diese Geräte über integrierte Sensoren, die erkennen, wann sich die Luft in einem Raum verdichtet bzw. wann sich Rauch entwickelt. Dies kann unter anderem auch durch einen unsichtbaren Laserstrahl erfolgen, der sofort Alarm schlägt, wenn sich die „freie Sicht“ trübt. Es lohnt sich, sich vor dem Kauf eines Rauchmelders mit den verschiedenen Bauarten vertraut zu machen – dann fällt es auch leichter, für jeden Raum das richtige Gerät auszuwählen. Weiterhin lohnt es sich, sich für Geräte desselben Herstellers zu entscheiden, die sich untereinander per Funk vernetzen lassen. Dies erhöht die Sicherheit noch einmal deutlich.

Am besten ist es daher, wenn man sich beim Kauf an gängigen Prüfsiegeln und Normen orientiert. Denn schließlich nützt es nichts, wenn man zwar beim Kauf Geld spart oder sich für ein besonders unauffälliges Modell entscheidet, das aber im Ernstfall keinen Schutz bietet. Glücklicherweise sind die Anforderungen für Prürsiegel in Deutschland relativ streng, so dass man sich auf die entsprechenden Normen verlassen kann.

Zu den bekanntesten Prüfsiegeln zählt unter anderem das CE-Zeichen, welches seit 2008 zwingend auf jedem in Deutschland erhältlichen Rauchmelder vermerkt sein muss. Damit ist sichergestellt, dass der Rauchmelder gemäß der Norm EN 14604 geprüft werden ist. Wichtig: Beim CE-Zeichen handelt es sich nicht um ein Qualitätssymbol, sondern vielmehr um einen Nachweis darüber, dass die grundsätzlichen Anforderungen für Rauchmelder durch den Hersteller erfüllt sind.

Darüber hinaus gibt es noch das Qualitätssiegel „Q“, welches speziell für Rauchmelder gilt, die hohen Sicherheitsstandards entsprechen. Ein Modell, das mit einem solchen „Q“ versehen ist, bietet nicht nur absolute Zuverlässigkeit, sondern auch ein außerordentliches Maß an Sicherheit. Diese Geräte werden, bevor sie in den Handel gelangen, verschiedenen Tests unter erschwerten Bedingungen unterzogen. Besteht ein Gerät diese Prüfungen, wird es mit dem Siegel ausgezeichnet – und dies ist längst nicht bei allen Rauchmeldern der Fall. Daher kann man sich beim Kauf also getrost auf das „Q“ verlassen – ist ein Produkt damit ausgezeichnet, handelt es sich um qualitativ hochwertige Ware.

Was zeichnet einen guten Rauchmelder aus? – Die wichtigsten Kriterien erklärt

Im Handel gibt es mittlerweile eine große Auswahl an unterschiedlichen Rauchmeldern. Für Laien, die noch nie zuvor ein solches Gerät gekauft haben, ist es oft schwierig, das richtige Produkt auszuwählen. Grundsätzlich ist es wichtig, die Kriterien zu kennen, die einen hochwertigen Rauchmelder auszeichnen. Für Qualität spricht in jedem Fall schon einmal, wenn der Hersteller auf der Verpackung genaue Angaben über technische Eigenschaften macht.

So spielt beispielsweise die Beschaffenheit und die Kapazität der Batterie eine wichtige Rolle. In vielen Fällen wird ein Rauchmelder schon vom Hersteller mit einer fest eingebauten Batterie ausgestattet, die man selbst nicht so einfach austauschen kann. Sollte die Batterie einmal leer sein, muss also der gesamte Rauchmelder ausgewechselt werden – was in der Regel aber die sicherste Lösung ist. Im Durchschnitt beträgt die Lebensdauer einer Batterie zwischen fünf und zehn Jahren. Jedoch gibt es auch vereinzelte Produkte, bei denen ein Austausch schon nach fünf Jahren erforderlich ist. Ist der Rauchmelder mit Litium-Ionen-Batterien ausgestattet, die als besonders langlebig gelten, lassen sich diese bei einigen Geräten auch einzeln ersetzen.

Was ebenfalls wichtig ist, ist die Garantieleistung eines Rauchmelders. In der Regel gewähren Hersteller gerade bei qualitativ hochwertigen Produkten immer eine Garantie für die komplette Lebensdauer der ersten Batterie. Dies ist natürlich auch sinnvoll, denn ein Rauchmelder muss verlässlich arbeiten und maximale Sicherheit bieten können. Denn wenn das Gerät im Ernstfall nicht reagiert, können die Folgen fatal sein.

Geprüft werden sollte darüber hinaus, wie schnell ein Rauchmeldet im Falle einer Rauchentwicklung reagiert. Dies lässt sich natürlich nicht so einfach beim Kauf überprüfen, man kann sich allerdings nach Normen und Prüfsiegeln richten. Diese werden unter anderem vom TÜV erteilt. Doch auch Rezensionen von anderen Käufern helfen bei der Entscheidung.

Selbstverständlich wünscht man sich, dass Rauchmelder möglichst unauffällig in die Wohnräume integriert werden können. Aus diesem Grund sind die meisten Geräte rund, weiß und relativ flach – so fallen sie an der Decke montiert kaum auf. Jedoch sollte es in erster Linie trotzdem immer um die Sicherheit gehen. Denn selbst der formschönste und unauffälligste Rauchmelder nützt recht wenig, wenn er im Ernstfall nicht richtig reagiert.

Tipps zur korrekten Installation eines Rauchmelders

Ehe Rauchmelder einen Alarm auslösen, muss es bereits zu einer signifikanten Rauchentwicklung im entsprechenden Raum gekommen sein. Damit das Gerät möglichst schnell reagieren kann, sollte sich das Gerät nicht weiter als 7,5 Meter von einem potenziellen Gefahrenherd befinden. Das sind vor allem elektrische Geräte wie Backofen oder Herd. Wichtig ist, dass ein Rauchmelder immer dort installiert wird, von wo aus man ihn auch in der ganzen Wohnung hören kann. Er muss so laut Alarm schlagen, dass man davon wach wird und sofort die Wohnung verlassen kann. Deshalb reicht ein einzelner Rauchmelder für gewöhnlich nicht aus. In den meisten Wohnungen werden inzwischen von Vermietern in allen Räumen Rauchmelder installiert, die miteinander vernetzt sind und per Funk aufeinander reagieren. Schlägt also ein Gerät in der Küche Alarm, ertönt zeitgleich auch in allen anderen Räumen ein akustisches Signal. Dadurch ist eine frühzeitige Warnung gewährleistet, die im Ernstfall Leben retten kann.

Besonders wichtig ist die Installation eines Rauchmelders zwischen dem Schlafzimmer und einer potenziellen Gefahrenquelle, wie beispielsweise der Küche. Besonders wichtig ist darüber hinaus natürlich aus, dass der Fluchtweg stets frei bleibt. Daher sollten Rauchmelder unbedingt entlang des wichtigsten Fluchtwegs in einer Wohnung installiert werden – also auch im Flur.

Im Badezimmer und der Küche entstehen für gewöhnlich häufig Dämpfe durch Feuchtigkeit. Hier ist es besser, sich anstelle eines Rauchmelders für einen Hitzemelder zu entscheiden. Diese vermeidet, dass der beim Kochen oder Duschen entstehende Dampf zu einem Fehlalarm führen könnte. Hitzemelder reagieren nur, wenn sich die Raumtemperatur deutlich erhöht, wie es eben bei einem Brand der Fall ist. In Heizungsräumen oder Garagen sollte ebenfalls nicht auf normale optische Rauchmelder gesetzt werden, da es auch hier durch erhöhte Staubansammlungen zu einem Fehlalarm kommen kann.

So wichtig ist das regelmäßige Überprüfen der Rauchmelder

Es dient der eigenen Sicherheit, alle Rauchmelder in seiner Wohnung in regelmäßigen Abständen von einem Experten prüfen zu lassen. Inzwischen gibt es aber auch Geräte, die über einen Testknopf verfügen, den man auch selbst bestätigen kann. Es gibt spezielle Prüfsprays für Rauchmelder, die betätigt werden, so dass ein Alarm ausgelöst wird. Geschieht dies nicht, sollte das Gerät umgehend ersetzt werden.

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